| Mercy Ships - Hospitalschiffe für Afrika | 10. Feb. 2026 |
Seit 1978 sind Mercy Ships im Einsatz. Kürzlich
berichteten Frau Heckler, eine OP-Krankenschwester, und Frau Mertens, eine
Hauswirtschafterin im Landfrauenverein Celle von ihrer Arbeit auf einem dieser
Schiffe.
In den ärmsten Gegenden Westafrikas z.B. in Togo, Liberia, Gambia oder Sierra
Leone bringen diese Schiffe medizinische Hilfe. Doch nicht nur chirurgische
Eingriffe werden durchgeführt, sondern es gibt auch Bildungs-und
Schulungsprogramme für lokale Fachkräfte, so dass es zu einer langfristigen
Verbesserung des Gesundheitswesens vor Ort kommt.
Etwa 3000 ehrenamtliche Ärzte, Schwestern Helfer im technischen Bereich oder in
der Versorgung der Besatzung und der Patienten arbeiten jährlich auf den
Schiffen. Sie kommen aus allen Regionen der Welt. Verständigt wird sich an Bord
in englischer Sprache. Die Einsätze der Freiwilligen dauern von zwei Wochen bis
zu zehn Monaten. Sie stellen in der Zeit nicht nur ihre Arbeitskraft zur
Verfügung, sondern bezahlen auch ihre Einsätze selbst.
In den Bereichen Orthopädie, plastische Chirurgie, Mund-Gesichts- und
Kiefernchirurgie, Gynäkologie, Zahn- und Augenheilkunde arbeiten z.B. deutsche,
indische, amerikanische, oder neuseeländische Ärzte, australische griechische
und chinesische Krankenschwestern nebeneinander ohne jegliche Hierarchie, nur
getragen von dem Willen zu helfen und den Ärmsten ihre Menschenwürde zu
erhalten.
Finanziert werden die Schiffe zu einem Drittel aus Sachspenden, einem Drittel
aus Geldspenden und dem letzten Drittel aus der Zuzahlung der Freiwilligen.
Frau Heckler erzählte sehr anschaulich über die vielen Krankheiten, über die
Hoffnungen der Bewohner und auch über die Freude und Dankbarkeit, wenn Eingriffe
gelingen.
Die Anstrengungen für die ehrenamtlichen Helfer sind immens. 10-12 Stunden Tage
sind an der Tagesordnung, aber die Freude am Leben der Patienten sowie die
Freundschaften, die an Bord entstehen entschädigen für die Strapazen.
Die LandFrauen waren sehr beeindruckt von den Schilderungen der beiden,
insbesondere von der Begeisterung für ihre Arbeit. Wie gut ist es doch, dass es
in unserer heutigen Zeit immer noch Menschen gibt, die für die Ärmsten der Armen
in dieser Weise da sind. Wir können alle nur den Hut davor ziehen.
D. Gerke
![]() |
![]() |